Neue deutschsprachige Lyrik (14): Marcus Roloff

fabMUC veröffentlicht regelmäßig ausgewählte Gedichte von entdeckenswerten Autorinnen und Autoren. Heute empfiehlt fabMUCer Stevan Paul Lyrik von Marcus Roloff.

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licht an oder

licht braucht augen wie meine (die kraniche
kommen später) auf hiddensee (greifswalder
oie / farö / etc.) steigen die sehschwärme

wie phoenix aus dem raster

auf dem ORWO kontaktabzug (silberbromid)
schimmern die fluggeräusche der singschwäne
(schwäne) (gesang) und jetzt

da sie aufsteigen bleib ich leeres
spektrum hamsterrad und boden-
brüter (bodentüte)

in den windflüchtern hängen

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Marcus Roloff, geb. 1973 in Neubrandenburg (DDR), siedelte 1989 nach Bremen über und lebt heute in Frankfurt am Main. 2010 erschien sein dritter Gedichtband “im toten winkel des goldenen schnitts” im gutleut verlag. Als Übersetzer ist er am Lyrikband “Ein weltgewandtes Land” von John Ashbery (luxbooks, Wiesbaden 2010) beteiligt; im Herbst 2011 erscheint ebenda die Werkauswahl “Frischluft” von Kenneth Koch (zusammen mit Christian Lux und Tom Schulz).

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