Neue deutschsprachige Lyrik (26): Lothar Thiel

fabMUC veröffentlicht in den nächsten Wochen ausgewählte Gedichte von entdeckenswerten Autorinnen und Autoren. Heute empfiehlt Kurator Matthias Politycki  Lyrik von Lothar Thiel.

gans wi du wilsd

ales is abgenuttsd!
du gugs gegwält.
hass mir den gobf gebudsd
und mir des maul geschdudsd,
damid ichs halden sol, des da erdsäld:

grise der sahgbarkaid!
huhre des bildz!
scheise im wörderglaid!
schvaveln auss eidelkaid! -
sack, was du dengsd, aber one gesilz!

ales is abgenuttsd!
du hass brovil.
hass mir den gobf gebudsd
und mir des maul geschdudsd,
damid ichs halden sol. jeds bin ich stil.

Lothar Thiel, * 1953 in Schorndorf (Baden-Württemberg), schrieb 1963 sein erstes Gedicht, studierte trotzdem Geschichte, Deutsche Philologie und Sozialkunde in München, verfasste 1975 sein zweites Gedicht und 1992 das dritte. Arbeitet/e als Lehrer in München, Toulouse und Bilbao, wo er derzeit lebt. Buchveröffentlichung (in Vorbereitung): „zuletzt spricht der fasan“

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