forum:autoren vorgestellt (10): Der Lentz ist da

Warum ich Michael Lentz liebe?
Weil er einer ist, der laut kann, wenn’s sein muss. Weil er einer ist, der in stundenlanger Heimarbeit Anagramme ausfrickelt. Weil er Sätze schreibt wie „Muttersprache ist schon Fremdsprache genug“. Weil er die Avantgarde ernst nimmt. Weil er sich den Gebrauch von Fremdwörtern mit 1240 Seiten in 2 Teilen ehrlich erarbeitet hat. Weil ihm Spaß macht, was er macht. Weil er den Mumm hat, sich an den großen Alten abzuarbeiten. Weil er mich auf Priessnitz und Eurobuch aufmerksam gemacht hat (und alles am gleichen Abend). Weil man von ihm lernen kann, „bei sich selbst in die Schule des genaueren Blicks“ zu gehen. Weil er jazzt. Weil er nach München kommt, um am Diskursrad zu drehen, obwohl er einmal die These geschrieben hat: „X. Jede Bestandsaufnahme dieser Art will morgen überholt sein.“
Deshalb liebe ich Michael Lentz.

Und natürlich, weil er sich zusammen mit Uli Winters „Gedichte unter erschwerten Bedingungen“ zutraut. Was mich sehr zum Lachen bringt.
Euch hoffentlich auch.

Termine mit Michael Lentz

Samstag, 12.11.2011, 20 Uhr
Literaturfestfest. Gute Gedichte. Und mehr.
Mit Bas Böttcher, Lydia Daher, Alex Dreppec, Michael Lentz, Albert Ostermaier, Xóchil A. Schütz und der SZ-Band Deadline
Moderation: Matthias Politycki und Julia Westlake (NDR)
In Zusammenarbeit mit dem Lyrik Kabinett und der Zeitschrift DAS GEDICHT
Ort: Muffathalle, Eintritt 12,– € / 9,– €
Karten unter: 089 – 54 81 81 81 oder www.muenchenticket.de

Freitag, 11.11.2011, 16 Uhr
Klartext
Mit Christoph Bartmann, Silke Behl, F.W. Bernstein, Bas Böttcher, Lydia Daher, Alex Dreppec, Norbert Gstrein, Felicitas Hoppe, Wend Kässens, Katja Lange-Müller, Michael Lentz, Jörg Magenau, Andreas Maier, Julia Westlake.
Moderation: Matthias Politycki und Prof. Sven Hanuschek
Ort: LMU Hauptgebäude, Raum F107, Eintritt frei
In Zusammenarbeit mit dem Institut für deutsche Philologie der LMU

Nachklapp: Man vergleiche den Dürener Lentz auch mal mit dem phonetisch wie phatisch fast gleichartigen Düsseldorfer Wehwalt Koslovsky (s.u.).
Eine Hausarbeit zum Thema “Rheinland und Rhetorik: Der Zusammenhang zwischen Tiefebene und Hohelied in der deutschen Gegenwartsliteratur” kann bis zum 15.11 bei uns eingereicht werden.

3 Gedanken zu “forum:autoren vorgestellt (10): Der Lentz ist da

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